Amira Willighagen – vom Opernstar zur Schlagermaus?

Lange nichts mehr geschrieben über Amira Willighagen! Das liegt vor allem daran, dass es still geworden ist um die inzwischen 14 1/2-Jährige. Sogar auf der Bühne, auf der sie eigentlich ihre größten Erfolge feierte: youtube. Vorbei die Zeiten, als ihre Videos noch Millionen Klicks in wenigen Wochen generierten. Wenn es heute hunderttausend verteilt über ein Jahr sind, ist das schon gut. Oft sind es aber auch nur wenige Tausend. Im ersten halben Jahr nach Amira WillighagensTalentshow-Sieg wurden auf ihrem offiziellen Youtube-Kanal über 100 Videos hochgeladen – ihre Auftritte bei HGT, danach in Fernseh-Shows, bei Gastauftritten, in Fernseh-Dokus und Radiosendungen, in Familie. Im Jahr zwei zwischen Ende 2014 und Ende 2015 waren es schon nur noch gut 20 Videos. Im vergangenen halben Jahr nun waren es noch ganze zwei. Auf ihrem Facebook-Profil erscheint mit Glück vielleicht noch einmal im Monat ein neuer Eintrag. Der letzte Eintrag auf ihrer Homepage ist vom Mai dieses Jahres. Ihr Terminkalender (und hier reden wir von bezahlten Auftritten, für die sie gebucht wird) ist – bis auf zwei Termine im November – leer. Nicht einmal Weihnachtskonzerte sind bislang terminiert.

Irgendwann vor ein paar Jahren hatte ich hier mal geschrieben, dass Amira Willighagen irgendwann keiner mehr hören wollen würde. Dieser Tiefpunkt ist sicherlich noch nicht erreicht – aber weit ist man davon auch nicht entfernt, so viel Ehrlichkeit muss sein. Denn außerhalb ihres direkten Umfeldes und des harten Kerns ihrer youtube-Fanszene kennt kaum einer noch die kleine Holländerin mit der goldigen Stimme. Kein Wunder, denn in den Hitparaden taucht Amira Willighagen schon lange nicht mehr auf. Ihr im März erschienenes drittes Album „With all my Heart“ wurde lediglich für den südafrikanischen Markt auf CD gepresst. In Deutschland beispielsweise war es erst seit Juli erhältlich und das auch nur zum Download. Hier macht sich deutlich die Abszenz des Major Labels Sony bemerkbar. Aber schon ihr Zweitling, „Merry Christmas“ vom November 2015, der noch unter Sony erschien und vermarktet wurde, enterte die Top 100 lediglich noch in Holland (69) und auch das nur für eine Woche. Ihr Erstling hatte dagegen zwölf Wochen auf Platz 1 der holländischen Albumcharts zugebracht.

Verlor Sony das Interesse? Darüber kann man nur spekulieren. Aber wenn ein Label seiner Protagonistin für die Aufnahmen zum zweiten Album schon eine qualifizierte Gesangslehrerin an die Seite stellen muss, so dürfte das Bände sprechen. Der ohnehin vorhandene Mangel an stimmlicher Bildung nahm aber im folgenden Jahr 2016 nach dem Rauswurf ihrer Stimmtrainerin Maike van der Wiel, die sie vom Operngesang weg zu kindgerechterem Repertoire führen wollte, extreme Formen an, wie Willighagen in einer Dokumentation im Jahr 2017 selbst einräumte. Die Folge waren Auftritte, bei denen sie stimmlich, aber auch vor allem von ihrer ganzen Ausstrahlung her jenseits von gut und böse war. So was schreckt nicht nur Major Labels ab, sondern auch Fachpublikum und manchen Fan. Mich zum Beispiel. Viel habe ich 2015 und 2016 genau darüber geschrieben und vor genau diesen Folgen gewarnt – viel wurde ich dafür gescholten. Als „bösartiger Mensch“ und „Neidhammel“. Wäre ich all das, könnte ich das jetzt weidlich auskosten und schreiben: „Nun habt ihr den Salat.“ Aber das braucht es gar nicht. Ein jeder bilde sich selbst seine Meinung dazu.

Das dritte Album schaffte es unterdessen nicht mal in Amira Willighagens neuer Wahlheimat Südafrika in die Charts. Produziert wurde es von der Produktionsfirma der Gebrüder Coleske vom gleichnamigen One-Hit-Wonder aus den Neunzigerjahren. Und während Amiras Mutter Frieda Brand noch zu Jahresbeginn angesichts der plötzlichen Übersiedelung in ihre südafrikanische Heimat indigniert die mangelnde Anerkennung Amiras als „echte Opernsängerin“ in Holland beklagte, glänzt das neue Album vorrangig nicht mit Operngesang, sondern – mit seichten Pop-Balladen, die niemandem wehtun, aber auch wirklich niemanden vom Hocker hauen. Das heißt: Einige davon tun tatsächlich weh, denn sie sind so schnulzig und banal, dass man es trotz solider stimmlicher Leistung (so viel muss man anerkennen) einfach nicht ertragen kann. Zumindest ging es mir so.

Hier wird die ganze Tragik der Kunstfigur Amira Willighagen offensichtlich: Über Jahre von Label, Management und Eltern getrimmt auf Opernstar – einer Rolle, der Willighagen trotz verzweifelt wiederholter Darbietungen ihrer „Klassiker“ „O mio Babbino Caro“ und „Nessun Dorma“, bis es einem zu den Ohren rausquoll, nie gerecht wurde. Ja auch gar nicht werden konnte – denn bei all dem hatte man vergessen, was wesentlich war: Hier war ein Kind, das Liedgut vortragen sollte, das nicht ohne Grund für Erwachsene bestimmt ist – nach mehrjähriger gesanglicher und darstellerischer Ausbildung sowie persönlicher Reife. Man wollte die Sensation um jeden Preis, wollte sich sonnen in ihrem Abglanz – ohne dabei an das Kind zu denken. Und was noch viel wichtier ist: mit ausbleibendem Erfolg. Das haben offensichtlich auch die Coleske-Brüder erkannt, die Amira mit diesem dritten Album sanft, aber doch deutlich und unverkennbar wegführen vom Opfernfach und hin zu vermeintlich besser zu vermarktendem Pop und Classical Crossover. Allein – die Lieder, die sie dem Mädchen auf den Leib schrieben, schrammen haarscharf vorbei an völliger Belanglosigkeit. Lieblos und regelrecht langweilig arrangiert, billigst produziert. Dass hier die Prager Philharmoniker beteiligt gewesen sein sollen, kann man bei diesem Arrangement kaum glauben.

Stimmlich hat Amira Willighagen die Jahre als Opern-Wunderkind offenbar nicht ohne Schaden überstanden. Allerdings möchte ich mich hüten, aus der Ferne genaue Diagnosen zu stellen. Was bei Live-Aufnahmen auffällt, ist das Schaben und Hauchen ihrer Stimme vor allem in den tiefen Brustregistern: kraftlos, matt, ohne jeden Glanz. Ihre große Domäne sind nach wie vor die Höhen. Aber eine professionelle Sängerin muss eben alles können, nicht nur eines wirklich. Wer Operngesang vor allem mit dem mühelosen Erreichen großer Höhen verbindet und die tiefen Register vernachlässigt (die gerade für Sopranistinnen häufig viel schwieriger sind), der macht etwas Entscheidendes falsch und hat nicht verstanden, worum es beim Opernfach geht. Was Amira Willighagen grundsätzlich fehlt – gerade für eine Opernkarriere – ist Leidenschaft. Es ist seit Jahren dasselbe Problem: Mit eingefrorener Mimik steht sie fast regungslos auf der Bühne und singt mit kaum geöffnetem Mund aus voller Kehle – und genau so sollte man es nicht tun. Als Neunjährige hat sie mehr Leidenschaft, Liebe zum Gesang und Verständnis für das, was sie singt, ausgestrahlt. Insofern ist der vollzogene Wechsel hin zu Pop und Classical Crossover sicherlich richtig und ihrem Können entsprechend. Aber auch hier läuft eben nichts von alleine.

Ich persönlich bin dennoch dankbar für den Rückgang an öffentlicher Präsenz. Mir persönlich tat es jedes Mal weh, wenn ich dieses kleine Mädchen – mit Tonnen von Make-up, Absatzschuhen und figurbetonter Kleidung zur erwachsenen Frau aufgeblasen – sah, wie es mehr oder weniger teilnahmslos sein altbekanntes Programm abspulte. Eine Entwicklung war da auch schon lange nicht mehr zu beobachten. Über die altbekannten „Wow“-Arien von O Mio Babbino Caro bis hin zu O sole Mio oder Funiculi Funicula kam das alles bei ihr nie hinaus. Wirklich ambitionierte Titel wie etwa „Una voce poco fa“ blieben Wunschträume, die sich aber stets in der PR gut machten. Von den zahlreichen Arien, die sie über Monate mühevoll für ihre Alben einstudierte, sang sie die allermeisten nie wieder. Da ist es irgendwann wirklich an der Zeit, mal die eigene Illusion vom Opernstar mit der Wirklichkeit abzugleichen. Das ist offenbar endlich geschehen. Bleibt zu hoffen, dass Amira Willighagen sich davon nicht entmutigen lässt.

Ihr möchte ich den Weg ans Herz legen, den Patricia Janeckova gegangen ist. Nach ihrem Talentshow-Sieg 2010 und dem obligatorischen Album wurde es ruhig um sie. Keine Fernseh- und bezahlten PR-Auftritte mehr. Stattdessen studiert Janeckova seit 2016 am Konservatorium von Ostrava Operngesang und hat – wie ich finde – seither eine phänomenale Entwicklung vollzogen. Auftritte werden sorgfältig geplant, immer mit dem Fokus darauf, was einer seriösen Karriere förderlich sein wird. Seriöse Klassik-Wettbewerbe statt drittklassiger youtube-Videos. Und eine kleine, aber feine Fan-Gemeinde, die etwas von der Art Musik versteht, der Janeckova sich verschrieben hat.
Amira hätte zumindest stimmlich das Zeug zu einer ähnlichen Entwicklung. Wenn ihr die peinliche PR-Masche der Vergangenheit nicht schon wichtige Türen zugeschlagen hat.

11 Gedanken zu „Amira Willighagen – vom Opernstar zur Schlagermaus?“

  1. Ich kenne mich weder in der Opernwelt, noch sonst in der Musikbranche aus, aber was veranlasst einen Menschen so behaarlich über Jahre hinweg seine negativen Eindrücke immer und immer wieder wiederzugeben? Was veranlasst überhaupt einen Menschen mehr in dem Leben eines kleinen Mädels zu wühlen als jeder erfolgsorientierte Reporter? Ihre ewiglangen Kommentare habe ich nur gelesen, weil sie für mich ein psychologisch interessanter Mensch sind……

    Hier könnte man wohl Jahrelang wühlen, hinterfragen und käme wohl immer noch nicht auf den Grund, warum sie regelrecht besessen von dem Thema sind. Und nein… Ich habe mich nicht weiter in ihren Blog über ihre Persönlichkeit vertieft…..

    Dazu ist mir meine Zeit zu schade und auch die Angst zu gross von dieser Besessenheit angesteckt zu werden. Das war jetzt mal die Meinung eines Menschen, der ganz zufällig auf ihren Blog stieß.

    1. Liebe Frau Baumgärtner,

      schade, dass Ihnen Ihre Zeit zu schade ist. Aber so werden Sie nie eine Antwort auf Ihre vielen Fragen erhalten. Ich lese aus Ihrem Kommentar:

      1. Überforderung (die Kommentare sind Ihnen zu lang). Gelesen haben können Sie sie kaum, allenfalls haben Sie sie selektiv überflogen – sonst hätten Sie Ihre Fragen nicht so völlig ahnungslos gestellt wie Sie es getan haben.
      2. Notorisches Desinteresse an der Autorin und ihren Motiven. Das liest jeder mit einem natürlichen psychologischen
      Interesse für Menschen heraus.
      3. Den Willen zu verletzen. Auch dies liest jeder halbwegs mit psychologischem Tastsinn ausgestattete Mensch heraus.

      Allein die Annahme, man könne sich über ein Blog in die Persönlichkeit eines Menschen vertiefen, halte ich für psychosozial ausgesprochen interessant. Und nein – Sie repräsentieren hier nicht vorrangig einen Menschen, der rein zufällig auf mein Blog stieß. Sie sind ein Mensch, der nach Erfüllung hinsichtlich einer offenbar vorhanden Neigung sucht – und auf das maximale Gegenteil stieß: nämlich Kritik.
      Sind Sie schon mal auf die Idee gekommen, dass das jahrelange Verfolgen des Schicksals eines Menschen auch Zeugnis darüber ablegen könnte, dass man sich eben gerade die Mühe macht, sich in diesen Menschen und seine Lebensumstände zu vertiefen? Echtes Interesse für Menschen – das ist Ihnen offenbar ein Fremdwort. Für Sie reichen dazu hübsche Musikvideos oder Kommentare in einem Blog. Denken Sie mal drüber nach, wo Sie sich doch so sehr für Psychologie interessieren.

  2. Not once did you mention what Amira wants, only what you think she needs. She is more far more knowledgable about what she wants than you are of what she needs. Psychologists have special names for people like you.

    1. Richtig, tut sie auch nicht. Ihr Schicksal und Werdegang waren und sind von Interesse für mich. Gerade WEIL ich mir ihres Gesangstalents sehr bewusst bin.

  3. Hallo,
    ich bin über youtube videos das erste mal auf diesen blog gestoßen.
    ich finde ihren kommentar zum schicksal der kleine holländerin
    sehr fundiert und auch besorgt . in keiner weise hetzerisch und
    reißerisch. und mit dem interesse an der psychologie ist das immer so
    eine sache. zwei „fachleute“ – drei meinungen. es ist nicht wichtig was jemand „meint“ sondern wie er handelt.
    weiter so, ich hoffe sie lassen sich nicht beirren.

    1. Leider sind digitale Blasen – und die Diskussion um und über kindliche Supertalente wie Amira findet in den allermeisten Fällen in einer solchen statt, die von ihren Bewunderern und notorischen Hütern ihrer Integrität als „Wunderkind“ und „Weltstar“ bis aufs verbale Blut verteidigt wird – inzwischen zum Alleinstellungsmerkmal geworden.
      Und diese Blasen sind ein wahrhaft mustergültiges Forschungsobjekt für Psychologen und solche, die sich in diesem Metier mal probeweise versuchen wollen. Man findet dort die gesamte Bandbreite klinisch relevanter Verhaltensmuster – von quasi autistischer Hingabe bis hin zu narzisstischen Störungen und pädophilen Neigungen. Viele derer, die sich bis zur Besinnungslosigkeit solch einem Kind verschreiben und es zum Zentrum des eigenen Lebens machen (und das machen gerade viele Amira-Fans), führen außerhalb ihrer Internet-Blasen unbefriedigende Leben. So waren viele Trucker darunter, die ständig unstet durchs Leben streifen und wenig soziale Bindungen aufbauen. Und vor allem viele ältere Männer jenseits der 55, vielleicht geschieden oder verwitwet und seit Jahren allein lebend.
      Problematisch wird es aus meiner Sicht, wenn diese Menschen einem Kind (ohne sich dessen bewusst zu sein) einen derartigen Erwartungsdruck auferlegen, dass es u.U. selbst davon Schaden nehmen kann. Und dieser Schaden zeigt sich zumeist erst viele Jahre später.

  4. Als ich zum ersten male die Stimme von Amira Willighagen bei der Talentshow hörte war ich hin und weg.
    Ein neunjähriges Mädchen mit solch einer Natürlichkeit, Freude am singen und die Ausstrahlung, die Herzen der Zuschauer für sich zu gewinnen, war einfach nur sensationell.
    Damals keimte bei mir aber auch schon die Sorge auf, dass es gewissen „Interessengruppen“ nur darum geht, möglichst viel Geld in relativ kurzer Zeit aus diesem Talent herauszuschlagen.
    Wie die Dinge sich nun entwickelt haben scheint mir meine damalige Sorge nicht unbegründet.
    Es ist schade und ich wünsche mir, dass Sie noch die Kurve kriegt, dass verantwortungsbewusste Menschen, die sich in dieser Branche auskennen und wissen worauf es ankommt, sich ihrer annehmen.
    Ich – wir, wünschen Ihr auf alle Fälle alles gute und hoffen sie irgendwann wieder zu hören.

  5. Hallo Jane,

    ja, lange nichts mehr gepostet in diesem Blog, war ja in diesem Thema schon einmal vor ca. 2 Jahren an der Diskussion beteiligt.

    Im Grunde genommen gibt es zu diesem Thema nicht mehr allzuviel zu sagen. Auch bei mir rückte das Thema zwischenzeitlich vollkommen „aus dem Fokus meines Interesses“, habe nur mal zufällig geschaut, was es zu Amira „an Neuigkeiten“ gibt und bin dabei auch auf Deinen o.g. zweiten Artikel gestoßen…

    Defacto ist nun mehr oder weniger DAS eingetroffen, was bereits vor ca. 2 Jahren absehbar war, nämlich daß der „künstlerische Niedergang“ eines nunmehr zum Teenager gewordenen“Möchtegern“- Kinder-Opernstars „traurige Realität“ geworden ist…

    Natürlich ist das für Amira ein „bedauerliches, aber hartes Faktum“, es soll jedoch „kein Vorwurf“ an die junge Frau sein. Sie singt ja „für ihre Verhältnisse“ an sich „immer noch gut“, aber es war eigentlich schon kurz nach ihrem HGT-Sieg 2013, bei ihren ersten Auftritten danach klar, daß es vor allem vom „Stimm-Volumen her, „für die große Opernbühne“ bei ihr niemals reichen würde… Ohne Mikrofon, was auf der Opern-Bühne nunmal „Gang und Gäbe“ wäre, könnte sie niemals eine gesanglich „überzeugende Darbietung“ abliefern, vor allem, wenn man die Stimm-Kraft einer Laura Bretan danebenstellt, die diese 2016 beim AGT präsentierte.

    Da hilft es auch nichts, wenn ihre Mutter, starrsinig und „ohne jeden Blick“ für das „tatsächliche gesangliche Leistungsvermögen“ Amiras, ihre Tochter jetzt nach Südafrika „verfrachtet“, weil sie dort vielleicht noch „lokale Erfolge“ bei der alljährlichen und demnächst anstehenden „Classics is Groot“-Veranstaltung verbuchen kann. Es grenzt für mich an „pure Verantwortungslosigkeit“, wegen der „lockereren Schulpflicht“ in Südafrika für tatsächliche oder „vermeintliche“ Konzert-Auftritte Amiras, ihre schulische Ausbildung zu untergraben, obwohl für Amira der Aufbau eines „soliden beruflichen Standbeins“ in einem „bürgerlichen Beruf“ für den Fall, daß ihre Gesangskarriere am Ende gänzlich scheitern sollte, enorm wichtig wäre…

    Man muss auch nüchtern konstatieren, daß aus der einstigen „kindlichen Unbefangenheit und Herzlichkeit“, mit der Amira ihre Darbietungen beim HGT 2013 und kurz danach noch bei einem Weihnachts-Konzert in Island zeigte, immer mehr „ein Zwang zum Geldverdienen“, auch im Hinblick auf diese dubiose Stiftung „Gelukskinders“ in Südafrika, wurde. Bei ihren Auftritten ab 2014 zeigte sie sich zunehmend „nervöser und verkrampfter“ und man sah ihr deutlich an, daß sie immer mehr „die Lust daran verlor“, aber in der „angeleierten Marketing-Maschine“ ihrer Familie sukzessive „die Getriebene“ wurde…

    Ein wenig gleicht ihre derzeitige Karriere dem, was Juliane Werding in ihrem Song „Der Himmel schweigt“ zum Ausdruck bringt…

    Vielleicht ist es gut, daß es um Amira zuletzt „immer stiller“ geworden ist und sie jetzt DAS sein kann, was sie mit 14 1/2 Jahren sein sollte, nämlich „ein ganz normaler Teenager“, mit allem was dazugehört…

    Viele Grüße
    Mark_Anton

    1. Hallo Mark Anton
      Also du schreibst das es ja klar sein würde das Amiras stimme auch kurz nach ihrem HGT sieg ja für die großen Operbühnen nicht reichen würde…Also Sorryyy wir reden von einem damals noch 9!!Jähringem Mädchen ohne gesangsausbildung…was erwartest du???Gleich eine Mini Callas?

      Ihre Eltern hätten sie net von termin zu termin und Veranstaltung schleppen sollen sondern kind lassen sollen und wenn es später ihr Wunsch wäre Oper zu singen dann klar mit gesangs Unterricht und sicher wäre ihre Stimme profesioneller aber nichts desto trotz ich finde Amira ganz toll und ihre Stimme einfach traumhaft!!

      1. Hallo Vicky,

        ich gebe allerdings zu bedenken, dass sie als genau solche ja sofort nach HGT trotz ihrer Jugend gehypt wurde: als „Neue Maria Callas“, als „Opernsängerin“, „total star“. Da muss man sich an solchen Attributen natürlich auch stimmlich messen lassen. Ich nehme an, das war es, was Marc Anton andeuten wollte.
        Dass sie vor HGT nie Gesangsunterricht hatte, war übrigens eine PR-Lüge der Eltern, die sie anschließend selbst entlarvten. Amira sang mit 7,8 Jahren bereits im Kinderchor. Das ist natürlich eine Form von gesanglicher Ausbildung.

        Was die Eltern betriff, stimme ich dir vollauf zu. Zumal man sich fragen darf, es nicht vielleicht gerade dieses Trimmen auf „Opernstar“ von frühester Jugend an war, der Amira diesen Berufswunsch eventuell dauerhaft vergellt hat. Denn hinter den Kulissen war es offenbar schon so, dass sie des Öfteren die Erfahrung machen musste, belächelt und nicht ernst genommen zu werden, gerade von der etablierten Klasssikszene. Denn das war ja einer der Gründe, den ihre Mutter als Grund für die Übersiedelung nach Südafrika nannte.

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