Törö-Tärä – bald is mal wieder 13. Februää…

Alles Hoffen hat nichts genützt. Ich kann mich um das alljährliche Schmierentheater, an dem sich alle politischen Lager von ganz weit rechts bis ganz weit links gleichermaßen beteiligen, einfach nicht herumdrücken. Dabei ist schon jetzt ein Punkt erreicht, dass ich bald nicht mehr weiß, wie ich mich weiter möglichst unauffällig fremdschämen soll.

Das Bündnis Dresden-Nazifrei, das nicht mehr als ein Zweckbündnis ist, in dem sich ein aufrichtiger Kern insgeheim dafür schämt, dass die große Masse, die dieses Bündnis eigentlich trägt, ein radikaler Haufen ist, der jedwede Verbindlichkeit in Sachen Gewaltfreiheit ablehnt, darf nicht öffentlich trainieren, wie man eine genehmigte Demonstration aufmischt, wie man Polizeiketten „durchfließt“. Für Dresden-Nazifrei ein eindeutiges Zeichen für anprangerungswürdige „sächsische Verhältnisse“. Und während Eva Jähnigen von den Grünen auf dem Altmarkt noch „Demokratie“ forderte, ist wahrscheinlich keinem der rund 60 Demonstranten bewusst gewesen, dass man selbst – wenn auch unter allzu löblichen und nachvollziehbaren Vorzeichen – der guten alten Demokratie einen kräftigen Tritt in den Hintern zu versetzen im Begriff ist.

Demokratie, liebe Blockierer, bedeutet nach Voltaire oder auch Rosa Luxemburg, seine Hände für die Meinungsfreiheit ins Feuer zu legen, auch wenn einem die eine oder andere Meinung „zuwider ist“, den Andersdenkenden nicht allein deshalb zu verurteilen weil er anders denkt. Es bedeutet gerade nicht, lediglich seiner eigenen Meinung stets zu Geltung verhelfen zu wollen. Die Einschätzung, ob dieses „anders“ nun gut oder schlecht ist, wird immer subjektiver Natur sein und kann deshalb in einem demokratischen Rechtsstaat nur dann erfolgen, wenn streng juristisch anhand der Verfassung argumentiert wird. Unsere Gesellschaft gründet sich auf Antipoden. Die Rechten mögen die Ausländer und die Juden nicht, die radikalen Juden mögen die Muslime und die radikalen Muslime abermals die Juden nicht. Die Linken mögen wiederum die Rechten nicht, während die Rechten die Linken nicht leiden können. Die Anarchisten möchten am liebsten den Staat ganz abschaffen und der Staat setzt sie dafür auf die Liste der Verfassungsfeinde. Und alle haben wir immer eine vermeintlich hieb- und stichfeste Begründung für unsere jeweiligen Vorbehalte auf Lager. Wenn alle versuchen würden, dem jeweiligen Feindbild die Grundrechte streitig zu machen, befänden wir uns im Bürgerkrieg.

Damit wir uns richtig verstehen: Wenn ein Nazi einen Migranten totschlägt, dann ist das ein widerwärtiges Verbrechen, das eines gerechten Urteils bedarf, dann ist das etwas, das man nicht tolerieren darf. Und unser demokratisches Recht gibt uns hier auch alle Möglichkeiten in die Hand, zu strafen und den Tätern ihre Rechte bis auf ein Mindestmaß zu entziehen. Wenn ein Nazi aber eine Demo anmeldet, bei der keine verfassungsfeindlichen Symbole oder Tiraden auftauchen und bei der auch niemand ermordet wird, dann ist das – so schwer es mir fällt, das zu sagen – sein gutes, demokratisch verbrieftes Recht, solange die NPD (und somit ihre politischen Ziele) nicht als verbrecherisch geächtet und entsprechend verboten worden sind. Allein: Rechte Gewalttaten wird weder ein Verbot der NPD noch ein Verbot von Nazi-Demos verhindern können.

Wenn ein Nazi aus Hass tötet, dann ist das genauso schlimm und widerwärtig wie jeder andere Mord, der aus Menschenverachtung heraus geschieht. Dennoch ist es ein Fehler, von solchen Einzeltätern auf die gesamte rechtsradikale Szene zu schließen, die in ihren Strukturen und Zielen ähnlich heterogen ist wie die radikallinke Szene, in der Ökos neben Stalinisten und Kommunisten neben Anarchisten stehen. Hier geht es nicht darum, ob am Ende tatsächlich Menschen sterben, oder nicht, weil sie vielleicht einfach nur Glück hatten. Es gibt in der radikallinken Szene ein ebensolches Gewaltpotenzial wie in der rechtsradikalen. Es gibt linke Gruppen, die Bomben- und Brandanschläge verüben und dabei billigend Menschenleben in Kauf nehmen, und es gibt rechte, die das Gleiche tun. Verbindendes Element zwischen beiden sind die Ideologie, die über allem steht, der Hass auf den Staat und das unbedingte Feindbild des jeweils anderen Lagers, das es rücksichtslos zu bekämpfen gilt.

Wollte man mit einem ähnlichen Argument Ehrenmorde verhindern oder ächten, müsste man als Nächstes Demos von Muslimen untersagen. Ist es das, was das Bündnis Dresden-Nazifrei fordert? Nein? Aber die Frage ist doch: Wo führt es hin? Wer garantiert denn bitte, dass es bei den Nazis bleibt? Merken die Protagonisten denn nicht, auf welch dünnes Eis man sich mit dieser Position begibt, demokratische Grundrechte nach politischer Ansicht bzw. Zugehörigkeit zu einer bestimmten missliebigen Gruppe aberkennen zu wollen? Demokratische Rechte nur für die, die sich so verhalten, wie es eine bestimmte politische Gruppe möchte? Oder wie es eine Mehrheit möchte? Das hatten 1933 schon mal. Es darf eben NICHT reichen, dass jemand nationalistisches Gedankengut hegt, um ihn zum Rechtlosen zu stempeln, auch dann nicht, wenn dieser Mensch anderen Menschen das Gleiche zugedenkt. Genau durch diese Einsicht nämlich unterscheide ich mich als wahrer Demokrat von ihm. Und ich bin FROH, dass wenigstens unsere Justiz sich an demokratische Grundsätze noch hält. Vor allem DAS ist für mich ein Beweis für ihre Wehrhaftigkeit. Wo mancher Politiker bereits der Verlockung erlegen ist, auf der Welle der Anti-Nazi-Proteste den Sympathieträger zu mimen und jegliche demokratische Verpflichtung über Bord zu werfen, steht wenigstens die Justiz noch fest auf demokratischem Boden.

Als ausgesprochen weit links angesiedelte Demokratiegläubige schäme ich mich regelrecht für Politiker wie Eva Jähnigen oder Margot Gaitzsch und all die vielen anderen, die sich Jahr für Jahr neben autonomen Gewaltfanatikern und radikalen Linksaußen wie Marxisten/Leninisten und sogar Stalinisten in ein Bündnis einreihen, das Demokratie lediglich als schlagkräftiges „Argument“ auf Protestplakaten schätzt, die im gleichen Atemzug nach Exklusivrechten schreien. Ein Widerspruch, der maßgeblich dafür verwantwortlich ist, dass insbesondere die Linke für mich trotz meiner geistigen Nähe zu einer Vielzahl ihrer politischen Positionen nicht wählbar ist. Demokratie darf insbesondere bei unserer Geschichte nicht zum Kraftwort verkommen, das man rauskramt, wenn es einem passt, und das unbequem wird, wenn es nicht darum geht, zu profitieren, sondern zu tolerieren. Es gibt eben leider nicht nur eine Partei, die damit anscheinend Schwierigkeiten hat.

0 Gedanken zu „Törö-Tärä – bald is mal wieder 13. Februää…“

  1. Recht hast Du mit der Aussage, dass die Demokratie auch denen die gleichen Rechte zugestehen muss, die sie abschaffen wollen.

    Nicht konform gehe ich mit Deiner Kritik an der Demo. Man hat ja gesehen, wozu das laissez-faire der letzten Jahre geführt hat: Die Nazi-Demonstrationen wurden immer größer, Dresden zu einem internationalen Treffpunkt der „Bewegung“. Da unsere sächsische Justiz, wie sie in letzter Zeit immer wieder gezeigt hat, auf dem rechten Auge blind ist, tut Widerstand unbedingt Not.
    Ich bin auf jeden Fall auch für einen gewaltfreien Widerstand, da ich mich ungern kloppe. Auf der anderen Seite besteht für mich ein Riesenunterschied zwischen einem brennenden Auto und einem erschlagenen Menschen. Beides sind Straftaten aber das eine ist Sachbeschädigung, das andere Mord. Nun finde ich die Linksradikalen in vielen Dingen der guten Sache abträglich, in den gleichen Topf wie die Neonazis möchte ich sie trotzdem nicht werfen.

    1. Der Beginn eines aktuellen Artikels in der linksalternativen taz:

      Was für eine grausame Tat: Schwarz gekleidete Autonome prügeln am Rande einer Demonstration vor knapp einem Jahr mit einem Kantholz auf einen Polizisten ein, treten ihn, besprühen ihn mit Reizgas. Der Beamte wird schwer verletzt, kommt auf die Intensivstation, überlebt.

      Das war also knapp am Totschlag vorbei. Ähnliche Situationen häufen sich in den letzten Jahren. Ich sehe keinen plausiblen Grund dafür, dass jemand solche Angriffe auf die Polizisten des demokratischen Rechtsstaats mit den Worten »der guten Sache abträglich« verharmlost.

      1. Von der konkreten Sache war mir nichts bekannt. Das fällt ja dann wie oben unter Gewalt gegen Menschen, die selbstverständlich hart bestraft werden muss. Deine implizite Unterstellung kannst Du Dir sparen.
        Auffällig ist allerdings, dass sich die Autonomen die gut ausgerüstete Polizei als Gegner suchen, die Nazis oft genug die deutlich Schwächeren. Das können sie auch deswegen, weil die die schweigende Mehrheit mit Ihnen sympathisiert. „Die machen wenigstens was“.

        1. Ja, genau so ist es aber immer. Wenn ein Rechter ausrastet, dann weiß das immer jeder. Aber wenn’s ein Linker ist, will davon immer niemand was gewusst haben. „Die machen wenigstens was“? Was denn – sie schlagen Polizisten. Toll.

    2. Hallo lieber Random,

      hm, also von „laissez-faire“ kann eigentlich meiner Ansicht nach kaum die Rede sein. Welche Möglichkeit hat der Rechtsstaat, freien Bürgern dieses Landes das Demonstrieren zu verweigern, die sich nach deutschen Recht nachweislich nichts haben zuschulden kommen lassen? Keine, denn sonst wäre er kein Rechtsstaat mehr, sondern ein Willkürstaat, der beliebig nach politischer Zugehörigkeit entscheidet, wer Rechte haben darf und wer nicht. Und somit auch nicht besser als die, die er zu strafen sucht. Kann so die Lösung aussehen? So makaber das im Falle der Nazis auch klingt, aber schlechte Gedanken allein sind in diesem Land (gottseidank) nicht strafbar. Denn wenn sie es wären, müssten wohl 90 Prozent unserer Bevölkerung hinter Gittern sitzen, weil sie schon mal ihren Chef oder ihre Schwiegermutter im Geiste umgebracht haben.
      Außerdem: Nach meinem Kenntnisstand waren 2011 6000 Nazi in Dresden, 2012 noch um die 3500 und in diesem Jahr haben sich bislang nur 1000 angemeldet. Von „immer größer werden“ kann man da eigentlich auch nicht sprechen. Mir zeigt das eher, dass die Ordnungskräfte dieser Stadt durchaus in der Lage sind, einen Kompromiss zwischen beiden Gruppen herzustellen und Ordnung zu schaffen.

      Jeder, der ein Auto anzündet, nimmt billigen in Kauf, eventuell darin befindliche Menschen in Mitleidenschaft zu ziehen, zumindest aber, andere zu schädigen und zeigt damit selbstverständlich, dass ihm dieser Staat und sein Rechtssystem nichts wert sind. Für mich stellt er sich damit auf eine Stufe mit den Rechten, die diesen Staat genauso wenig achten. Und auch wenn es nicht gefällt: Nicht jeder in der rechtsradikalen Szene ist ein Mörder, Totschläger oder spielt auch nur mit dem Gedanken, jemanden zu töten. Die meisten sind stupide Mitläufer auf der Suche nach Anerkennung und Sinn. Sie alle mit Mördern über einen Kamm zu scheren, ist eine unzulässige Verallgemeinerung und Dämonisierung, die aber wohl nötig ist, um irgendwie vor sich selbst rechtfertigen zu können, ihnen allesamt das Recht abzusprechen, ein Teil dieser Gesellschaft sein zu dürfen. Dabei wird auch ignoriert, dass ein Großteil dieser Menschen den Menschen im demokratischen intellektuellen oder bürgerlichen Lager gegenüber ein erhebliches Intelligenz-, Bildungs- und Sozialisationsdefizit aufweist.

      1. Es ist ein Grundsatzproblem, mit dem wir es hier zu tun haben: Soll man denen, die die Freiheit (bzw. die Demokratie) zuallererst abschaffen würden, demokratische Rechte einräumen? Soll man also Nazis (oder auch Islamisten) das Recht auf freie Meinungsäußerung gewähren, obwohl sich deren Meinungen darauf richten, Meinungsfreiheit zuallererst abzuschaffen? Ich finde, solche Leute haben kein Recht auf demokratische Rechte.

        Ich bin mit mir selbst sehr im Zweifel, was Blockaden betrifft. Ich habe mich noch nie an einer beteiligt, sehe aber auch, dass Menschenketten zwar gut für Pressefotos sind, aber bisher noch keine rechten Demos verhindert haben. Am liebsten wäre es mir ja immer noch, wenn geplante Nazi-Demos (oder -märsche) einfach von allen komplett ignoriert würden. Keine Kamera, keine Erwähnung, nichts. Dann wäre das den Teilnehmern nach spätestens drei Jahren zu langweilig. Aber so funktioniert das in unserer Mediendemokratie nicht (und Du kennst Dich damit ja am besten aus).

        Übrigens schön, hier mal wieder etwas von Dir zu lesen.

        1. Hallo Frank,

          Es ist sicherlich legitim, diese Frage zu stellen. Aber meine Antwort darauf lautet immer: Da wir keine (gottseidank) Gedankenpolizei haben, können wir nicht ermessen, was ein Rechter, der die NPD wählt und gegebenenfalls zu einem Dresdner Trauermarsch kommt, tatsächlich denkt. Und allein dafür, dass er für Bombenopfer auf die Straße gehen will, kann man ihn schlecht bestrafen wollen – jedenfalls nicht nach deutschem Recht. Ich kann seine Motive nicht einfach halbwissend vorwegnehmen. Wenn ich allerdings nur ein einzies Plakat bei einer solchen Demo sehe, das den Holocaust offen leugnet, wäre das ein erfüllter Straftatbestand nach deutschem Recht, und die Demo könnte völlig legal aufgelöst werden. Da die Rechten das wissen, werden sie sich hüten, derartige Symbole zu präsentieren. Das zeigt mir wiederum, dass wir sie zumindest in der Öffentlichkei so weit im Griff haben, dass sie sich rechtskonform verhalten.

          Wir könnten da übrigens beliebig weitermachen. Ein Thilo Sarrazin äußert sich menschenverachtend über Muslime und sozial Schwache Menschen, genauso wie übrigens ein Henryk M. Broder. Wollen wir denen als Nächtes die demokratischen Rechte aberkennen? Das meinte ich nämlich mit der Frage, wo es hinführen soll. Die Erkenntnis, dass nazistisches Gedankengut in diesem Land bei Weitem nicht die einzige Form der Menschenverachtung darstellt und auch nicht diejenige ist, die für die meisten Morde verantwortlich ist, ist eine harte Einsicht – insbesondere vor dem Hintergrund unserer Geschichte. Aber sie ist notwendig, wie ich finde. Es bringt nichts, derartiges mit Vogelfreiheit zu bestrafen, denn es entsteht aus unserer Mitte heraus. WIR sind dafür verantwortlich, dass sie so werden. Und WIR müssen dementsprechend auch die Verantwortung tragen, statt sie einfach zu Rechtlosen zu erklären. Das Grundsatzproblem ist deshalb meiner Meinung nach, was wir als Gesellschaft dazu beitragen, dass eine Minderheit ihr Heil in der Menschenverachtung sucht. Könnte es sein, dass sie selbst Menschenverachtung erfahren haben? Ohne Nazis jetzt hier zum Opfer machen zu wollen. Aber die Möglichkeit ist zumindest nicht gering, dass sie selbst zwischenzeitlich tatsächlich auch mal Opfer waren, bevor sie zu Radikalen wurden, die sich selber welche suchen.

          Zum Schreiben hier fehlte mir leider zuletzt die Zeit. Man schreibt ja eh schon den ganzen Tag und ist froh, wenn man die Finger abends oder am WE dann mal ruhig halten kann. Aber zum 13. Februar musste ich einfach mal was loswerden. Und ohne mich selbst ehren zu wollen, aber ich nutze für solche Eruptionen wenigstens mein privates Blog, nicht das öffentliche Medium, für das ich arbeite.

      2. Ich habe nicht von einem Verbot gesprochen oder sollte ich mich da irren? Du wohnst doch auch nicht erst seit gestern in der Stadt und kannst Dich vielleicht erinnern, wie die ganze Scheiße angefangen hat. Eines meiner bleibenden Erlebnisse war, als ich beim wochenendlichen Spaziergang am Theaterplatz plötzlich in einer NPD-Demo stand. Unsere ach so auf positive Außenwirkung bedachte Stadt, lässt die geistigen Erben von Adolf an einer der wichtigsten Touristenattraktionen aufziehen. Ich möchte nicht wissen, wie viele von den Besuchern der Stadt erschrocken waren und die kleinen Nazi-Schwachmaten sind mit stolzgeschwellter Burst nach Hause marschiert. Dann haben sie das ihren Kumpels erzählt, wie toll das in der sächsischen Gau-Hauptstadt war und dann sind die beim nächsten Mal mitgekommen. Mit Auflagen, strengen Kontrollen und Verbannung auf weniger attraktive Routen wäre das alles gar nicht so weit gekommen.
        Aber unser Rechts-Staat heißt nicht umsonst so. Mich erinnert das alles immer fatal an die Zeit der Weimarer Republik, als man aus Angst vor dem kommunistischen Umsturz Hitler die Macht zugeschachert hat. Vielleicht bekommen wir auch hier bald ungarische Verhältnisse. Da freue ich mich schon drauf… 👿

        PS: Leipzig hat vorgemacht, wie man die Kasperköpppe los wird. Da ist sogar der OB mit blockieren gegangen.

        PPS: Dass die Zahlen mittlerweile rückläufig sind, hat mit dem Widerstand zu tun. Wir hatten zwischenzeitlich bis zu 8.000 Nasen in der Stadt. Darüber hinaus hatten sich die Demos zu einer Art Vernetzungstreffen der europäischen Rechten entwickelt. Nachweislich wurden auch unsere allseits bekannten NSU-Kader in Dresden bei der Veranstaltung gesichtet (2010?). Zu einer Zeit, als sie bereits steckbrieflich gesucht wurden.

        1. Aber wenn du die Stadt dafür verurteilst, dass sie die NPD „aufziehen lässt“, dann forderst du doch eigentlich implizit, dass sie etwas dagegen tut, oder? Ergo ein Verbot. Ich kann mich übrigens daran erinnern, dass damals noch ein anderes, sehr unschönes Bild die historische Innenstadt befleckte: Linksextreme Spinner, die mit Plakaten „in Sicht- und Hörweite“ an der Brühl’schen Terrasse hockten und allen, die vorbeikamen (ganz normalen Dresdnern, Touristen usw.) entgegenschrien, dass Bomber-Harris es doch bittschön noch mal machen soll, dass „Krauts“ keine Tränen verdient hätten und dass jeder, der der Toten von damals gedenkt, ein Geschichtsrevisionist sei, der Dresden für eine unschuldige Stadt halte. Für mich ist Derartiges mindestens ebenso unmöglich wie ein Naziaufmarsch. Und dennoch muss ich beides tolerieren, wenn ich für mich in Anspruch nehmen will, ein Demokrat zu sein.

          Die Nazis kamen übrigens erst, nachdem die Stadt begonnen hatte, das Dresden-Gedenken immer öffentlichkeitswirksamer und massenkompatibler zu gestalten (das ging etwa ab 1995 los).

          Leizpig hat überhaupt nichts vorgemacht. Höchstens, wie man sich als Politiker, der ein Demokrat sein will, am besten lächerlich macht. Ich schrieb ja im Text von der großen Verlockung für unsere Volksvertreter, als Sympathieträger auf der Welle allgemeiner Hysterie mitzuschwimmen und dabei demokratische Verpflichtungen über Bord zu werfen. Ein denkbar schlechtes Vorbild, wenn man dem Volk Demokratiefähigkeit eintrichtern will.

          Und was ich überhaupt nicht begreife ist, wie man sich so vorbehaltlos wie ein Kind über rückläufige Zahlen bei Nazi-Demos freuen kann. Sind sie etwa weg, nur weil wir sie nicht mehr auf der Straße sehen?

      3. Lustig, hier meinst du nicht jeder Teilnehmer einer rechten Veranstaltung sei ein Mörder. In deinem Eröffnungspost behauptest du aber einfach mal pauschal, dass die Mehrheit der Gegendemonstranten gewaltbereit ist.
        Dann reitest du auf den Bomberharris-Sprechchören und Plakaten herum, ohne überhaupt nach einen Sinn dahinter zu suchen. Das diese Sprechchöre nicht wortwörtlich zu nehmen sind sollte doch klar sein, denn dann wäre es ja indirekt ein Aufruf zum Mord. Vielmehr ist die Stoßrichtung dieser Demonstranten jene, dass viele Dresdener nichts aus dem Nationalsozialismus gelernt haben und es demnach wieder „verdient“ hätten bombardiert zu werden.
        Auch wird eine Versammlung nicht dadurch behindert, dass deren gemeinschaftliche Fortbewegung gestört wird. Denn nur der Marsch wird/wurde verhindert nicht aber die verfassungsmäßig geschützte Versammlung.
        Und wenn du weiter unten meinst, dass das besondere an der Zerstörung Dresdens sei, dass es die „eigene“ Stadt ist. Dann frag ich mich was dann all die ach so betroffenen auswärtigen Nasen jedes Jahr hier wollen.

        1. Die Behauptung, daß V i e l e Dresdner nichts aus dem Nationalsozialismus gelernt hätten, ist eine bösartige Unterstellung. Das Andere nichts aus der Geschichte gelernt haben, konnte man schön am Umzug „Täterspuren“ sehen. Kurz hinter der Spitze um Kippping, König etc. wehte eine große Fahne der MLPD (verehren laut Wiki Stalin und Mao) und ein Plakat „Keine Chance dem Antikommunismus“.

          1. Genau das ist die mangelhafte Distanzierung von Politikern (übrigens durch alle Lager von Links bis zur Mitte) von radikalen und durchaus gewaltbereiten Kräften, von der ich sprach. Man will sich gegen Extremisten am rechten Rand stellen und tut das im Schulterschluss mit Extremisten vom linken Rand, ohne zu dieser äußerst unschönen Parallelität auch nur ein Wort zu verlieren. So nutzt inzwischen jeder die alljährlichen Schlachten in Dresden für seine individuellen (politischen) Ziele.

            Nichts aus dem Nationalsozialismus gelernt zu haben, dazu reicht es in der Wahrnehmung der Nazifreianer bereits, wenn es einem einfällt, am 13. Februar an die Zerstörung der Stadt als Zäsur in der Stadtgeschichte zu erinnern und um diejenigen zu trauern, die unschuldig umgekommen sind. Wer behauptet, es hätte in Dresden damals tatsächlich AUCH unschuldige Opfer gegeben, der macht in der Wahrnehmung dieser Leute aus Dresden eine „unschuldige Stadt“.

        2. Mal vorweg: Ich finde das Ganze gar nicht „lustig“. Wenn Sie darüber noch lachen können, bitte sehr. Für mich eher ein Zeichen, dass Sie den Ernst dieser Angelegenheit nicht erkannt haben.

          Wer anfängt, nach einem „Sinn“ hinter den Bomber-Harris-Plakaten zu suchen, der müsste auch nach dem Sinn hinter den „Ausländer-Raus“-Sprüchen der Nazis suchen, nach dem berühmten Körnchen Wahrheit, verstecktem Zynismus oder wonach auch immer. Tun Sie, das? Nein. Solche Aufrufe zur Diskriminierung würden Sie selbstverständlich sofort ernst nehmen. Die der radikalen Autonomen aber darf man selbstverständlich nicht ernst nehmen… Gleichzeitig schreiben Sie aber gleich darauf, dass diejenigen Dresdner, die vermeintlich nichts aus dem Nationalsozialismus gelernt haben (wer legt das eigentlich fest, wer das ist und ab wann das greift?), doch Bomber-Harris-again verdient hätten. Haben die Dresdner denn nun Bomberharris verdient oder nicht? Sie widersprechen sich, dass einem schwindlig wird.

          Die Mehrheit des Bündnisses Dresden-Nazifrei wird durch freie linksradikale Kräfte aus Antifa-Kreisen getragen. Diese Leute lehnen ein Bekenntnis zur Gewaltfreiheit mehrheitlich ab, da brauchen Sie nur mal einen Blick in einschlägige Blogs und Foren werfen oder sich die Gespräche dieser Leute auf solchen Demos reinziehen. Ich durfte das übrigens am 13. Februar 2013 am eigenen Leib erfahren. Journalisten sind für diese Leute Spione, die versuchen, Demonstranten „aufzuzeichnen“, um später eine Strafverfolgung zu erleichtern. Wer mit solchen Gedanken zu einer Demo geht, der kalkuliert Methoden ein, die nicht rechtsstaatskonform sind, sonst müssten sie auch keine Angst vor Verfolgung haben. Anderenfalls würde ich auf paranoiden Verfolgungswahn tippen.

          Beim Nazi-Aufmarsch handelte es sich nicht um eine Versammlung, sondern um eine Demonstration, die als Umzug angemeldet war. Wenn ich diesen Umzug störe, behindere ich diese Demonstration sehr wohl. Was Sie hier völlig haltlos zusammenkombinieren, sich die Realitäten zurechtdrehen, das erstaunt mich doch sehr.
          Und für die Dresdner ist die Zerstörung der eigenen Stadt sehr wohl etwas Besonderes. Was es für Auswärtige ist, interessiert hier gar nicht. Jedenfalls nicht micht.

          1. Nun Lustig finde ich weder, dass Polizisten verletzt worden sind, noch dass der Verkehr erheblich gestört wurde. Vielmehr bezog sich dieses Attribut auf ihren Widerspruch, wenn das nicht deutlich wurde tut es mir Leid. Noch mehr tut mir Leid, dass sie offenbar Widersprüche in meinen Posting finden, wo doch gar keine seien sollten. Nur weil ich verstehe wie das Bamberharris-Plakat gemeint ist, teile ich noch lange nicht die Meinung man sollte Dresden erneut bombardieren, noch dass viele oder gar ein Großteil der Dresdner nicht aus dem NS gelernt haben, einige aber schon und übertreiben mach bekanntlich anschaulich.
            Und ja, ich suche nach einem Sinn hinter „Ausländer raus“-Plakaten, über das Plakat „Gute Heimreise“ von der NPD habe ich herzhaft lachen müssen, da es durchaus witzig war, wenn auch die dahinterstehende Intention, die ihnen in diesem Fall sicher zuerst ins Auge gestochen ist, nicht lustig ist. Ich bin der Meinung, wenn man einfach pauschal das was man ließt als das was gemeint ist annimmt verpasst man nicht nur eine ganze Menge sonder geht zugleich auch etwas oberflächlich durchs Leben.

            Wenn die Mehrheit der Trägerorganisationen der Proteste wie sie sagen die Gewaltfreiheit ablehnen, dann frage ich mich warum ich etliche Polizisten ohne Helm und teilweise auch ohne Panzer durch die Reihen der Demonstranten spazieren sah, die jenen sogar noch Platz gemacht haben. Waren diese Beamten selbstmordgefährdet sich ungeschützt in einen gewalttätigen Mob zu begeben?

            Eine Demonstration ist das gleiche wie eine Versammlung denn sie fällt unter das gleiche Gesetz daher ist diese Unterscheidung unsinnig. Ein Recht mit einer Gruppe irgendwo entlanglaufen zu dürfen gibt es nicht.

            Wenn die auswärtigen nicht kämen, dann hätten wir diesen Disput gar nicht, denn 50 Mann würden nicht solche Massen an Gegendemonstranten anziehen.

            1. Manchmal muss man keinen tieferen Sinn suchen, weil es keinen gibt. Und eine Provokation um der Provokation willen ist noch kein Tiefsinn.

              Ich denke übrigens, dass es in Dresden im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung nicht „viele“ gibt, die nichts gelernt haben. Sicher, jeder ist einer zu viel, und es gibt offenbar mehr als genug rechte. Aber auch manche Leute aus dem linken Spektrum haben offenbar nichts gelernt. Wer Stalin und Mao verehrt (wenn es denn so stimmt), beides brutale Massenmörder, ist nur wenig besser als die rechten. Die Repressionsmechanismen sind rechts- wie linksaußen die gleichen.
              Wer den Sozialismus/Kommunismus sowjetischer Prägung immer noch toll findet, dem sei ein Besuch auf der Bautzner Straße empfohlen, vor allem der „Fuchsbau“ ist da sehr eindringlich.

              Und demokratisch gewählte Politiker sollten sehr aufpassen, zu wem sie sich dazugesellen.

              Im übrigen ist Gewaltfreiheit ablehnen noch nicht das gleiche wie selber gewalttätig sein. Es heißt zunächst nur, dass derjenige Gewalt offenbar als legitimes Mittel einer Auseinandersetzung betrachtet, und somit Gewalt zumindest indirekt fördert.

            2. Wo ist es denn ein Widerspruch, wenn ich einerseits feststelle, dass eine Vielzahl derer, die das Bündnis Dresden-Nazifrei erst so mächtig werden lassen am 13. Februar, verbindliche Erklärungen zum Gewaltverzicht rigoros ablehnen, und andererseits, dass nicht alle Nazis Mörder sind? Wo ist darin bitte ein Widerspruch zu erkennen? Beides sind voneinander völlig unabhängige Feststellungen, die nicht einmal den selben Gegenstand zugrunde liegen haben. Bei dem einen geht es um die Frage, ob man Nazis pauschal Mörder nennen kann, beim anderen um die Frage, wie viele der tragenden Säulen des Bündnisses Dresden-Nazifrei (und das sind bei Weitem nicht so viele, wie man dann tatsächlich auf der Straße sieht, da laufen dann ganz viele harmlose Leute einfach mit) Gewalt als Mittel der Zielerreichung ausschließen. Gewalt bedeutet nicht zwingend, dass ich jemanden ermorde. Gewalt fängt schon da an, wo ich anfange, die Macht einer Masse zu nutzen, um mich über Anordnungen der kommunal und staatlich bestellten Ordnungskräfte einfach hinwegzusetzen.

              Nur weil ich verstehe wie das Bamberharris-Plakat gemeint ist, teile ich noch lange nicht die Meinung man sollte Dresden erneut bombardieren, noch dass viele oder gar ein Großteil der Dresdner nicht aus dem NS gelernt haben, einige aber schon und übertreiben mach bekanntlich anschaulich.

              Mein guter „Ich“, „verstehen“ kann man solche Plakate nur dann, wenn man selbst dahinter steht. Anders geht das gar nicht. Zumal Sie auch noch in einem derartigen Brustton der Überzeugung jene Sinndeutung wiedergeben, die man ohnehin stets aus diesem Lager zu hören bekommt. Und wenn Sie den Widerspruch nicht erkennen, wenn Sie sagen:

              Das diese Sprechchöre („Bomber-Harris, Do it again!“) nicht wortwörtlich zu nehmen sind sollte doch klar sein, denn dann wäre es ja indirekt ein Aufruf zum Mord. Vielmehr ist die Stoßrichtung dieser Demonstranten jene, dass viele Dresdener nichts aus dem Nationalsozialismus gelernt haben und es demnach wieder “verdient” hätten bombardiert zu werden.

              Dann tut es MIR leid.

              Was jetzt? Sind die Sprechchöre „Bomber-Harris, do it again“ nun nicht wörtlich zu nehmen, oder sind sie es doch? Eins geht nur. Wenn die Dresdner nach deren Ansicht es verdient haben, wieder bombardiert zu werden, weil sie nach der verqueren Ansicht dieser Leute „nichts aus dem Nationalsozialismus gelernt“ haben, dann sind die Plakate und Sprechchöre ja doch wörtlich zu nehmen. Entweder sagen sie mir, dass ich es (aus verschiedentlichen irrationalen Gründen) verdient hätte, erneut bombardiert zu werden oder nicht. Und wenn sie es nicht sagen sollten, dann bestünde auch kein Grund, sie überhaupt hochzuhalten oder solche Sprüche zu skandieren.

              Aber eigentlich müssten Sie ja ganz beruhigt sein. Denn das, was Sie als den „eigentlichen Sinn“ hinter den Sprechchören und Plakaten erachten, das habe ich durchaus auch selbst so erkannt. Denn es entspricht ja genau dem, was auf den Plakaten steht bzw. was skandiert wird. Das haben Sie ja hier selbst noch mal deutlich gemacht.

              Die Dresdner Polizei hatte eine klare Anweisung, deeskalativ zu wirken. Wenn ein Polizist seinen Helm abnimmt, wirkt er weniger provokativ auf ohnehin aufgehetzte Massen. Das kann Gewaltausbrüche verhindern helfen. Das sagt aber nichts darüber aus, ob das Gegenüber selbst notfalls Gewalt anwenden würde, wenn es ohne nicht mehr weiterkommt. Und ich frage Sie: Wie werten Sie Angriffe mit Böllern, Flaschen, Steinen und Zaunlatten auf Polizisten, Demonstranten und Journalisten, wenn nicht als gewalttätig? Wie werten Sie die Reaktion der vielen Umstehenden auf solche Vorfälle, die im Prinzip gleich null war? Niemand schreitet da ein, wendet sich explizit gegen Gewalt. Das zeigt mir, dass diese Leute Gewalt zumindest nicht rundweg ablehnen – oder aber, dass sie eventuell Angst vor ihren eigenen Verbündeten haben.

              1. Es ging bei dem Widerspruch um die Pauschalisierung, denn wie ein anderer Stefan bereits erwähnt hat, bedeutet es nicht das man Gewalt anwendet, weil man sich nicht an eine Gewaltfreiheit binden lässt. Dies steht einen übrigens auch nach dem GG zu Art. 20 IV zu. Aber man kann auch weggucken, dies ist ebenfalls erlaubt.

                Unabhängig davon sind die Ihrer Meinung nach widersprüchlichen Aussagen meinerseits aus zwei verscheiden Postings, was die Frage aufwirft, was denn vorher widersprüchlich gewesen sein soll?
                Und im letzten Posting habe ich nochmal verdeutlichen wollen, dass es funktioniert, dass man Dinge versteht und dennoch nicht gutheißt. Das einige Dresdner nichts/nicht genug aus dem NS gelernt haben, das lass ich als meine Meinung stehen, dennoch würde ich ein solches Plakat nicht halten, da es für direkt betroffene eine traumatisierende Wirkung haben könnte.

                Ja es gibt durchaus Menschen die sich in andere Menschen hineinversetzen können ohne hinter deren Aktionen zu stehen oder diese auch nur zu billigen, probieren sie es doch mal aus. Können sie sich vorstellen, dass ich verstehen kann warum Breivik die JuSos erschossen hat, und das ich nachvollziehen kann, dass dies für ihn zum einen logisch und zum anderen auch erfolgreich war? Komisch, bin ich doch eher der Linke Krawalldemonstrant?

                Ihre Fragen sind doch wohl als Wiederholungsübung gedacht, wie oben bereits erwähnt lehne ich Gewalt ab, würde sie mir aber wie der „radikale Haufen“ nicht selbst vorenthalten, nur um ihren Augen besser dazustehen.

  2. Bei allen politischen Differenzen: Ich habe hohen Respekt, dass Du Deine Haltung jedes Jahr wieder so engagiert vertrittst.

    Ich habe bisher noch nichts zum 13. Februar 2013 geschrieben. Ich hoffe im Stillen auf einen ähnlich ruhigen Verlauf wie im Jahr 2012. Mir ist dabei bewusst, dass der Kompromiss im letzten Jahr auch keine endgültige Lösung sein kann und dass er hohen Anforderungen nicht gerecht wird.

    Im Jahr 2012 gab es keinen wirklichen Sieger – ein Kompromiss tut notwendigerweise allen Seiten weh. Aber wenn man mit einem Kompromiss solche Gewaltexzesse wie 2011 verhindern kann, soll es mir recht sein. Auch wenn es schmerzt, wie sich einzelne Politiker mit dem 13. Februar immer wieder zu profilieren versuchen (das hast Du im Artikel gut herausgearbeitet).

    Vielleicht kann der Kompromiss von 2012 eine Zwischenstufe auf dem Weg zu einer Lösung sein. Im Grunde müsste es einen Demonstrationsbereich geben (eine Art Forum), wo alle konkurrierenden Gruppen nacheinander ihre Meinung vortragen können, solange sie damit kein Gesetz verletzen. Daneben einen möglichst großen Gedenkbereich, wo Provokationen und Störungen tabu sind. Aber das wird wohl ein Wunschtraum bleiben, weil man es nur mit bewussten Demokraten und mit einer Einhaltung grundsätzlicher Spielregeln verwirklichen kann.

    Es gibt ja auch im Jahr 2013 schon wieder völlig blödsinnige Provokationen gegen das friedliche Gedenken der Dresdner, auf die ich aber bisher grundsätzlich nicht näher eingehen möchte. Nur soviel: Was am Montag auf der Kulturseite der »Sächsischen Zeitung« zu lesen war, empfinde ich als zutiefst armselig. Als Befürworter der Meinungsfreiheit muss ich es natürlich hinnehmen.

    Für mich ist die Ideologie der »Bomber-Harris: Do it again!«-Skandierer eine ganz spezielle Art des Fremdenhasses: Sie hassen uns als Dresdner und unser Gedenken, weil wir ihnen fremd sind. Bleibt für beide Gruppen (Rechts wie Links) nur zu hoffen, dass möglichst viele aus ihrer Verbohrtheit und Hass-Ideologie herausfinden, wenn sie erwachsen werden …

    Was den Vergleich der Verbrechen betrifft: Da kann es keine Äquidistanz geben. Mord und Mordversuch sind die schlimmsten Verbrechen. Ich lehne aber alle Ideologien der Extremisten gleichermaßen ab, weil sie unseren demokratischen Rechtsstaat direkt angreifen.

    1. Hallo Stefan,

      die Kulturseiten der SZ sind rund um den 13. Februar leider regelmäßig kaum zu etragen. Als ich dort noch korrekturlas, juckte es mich des Öfteren kräftig in den Fingern, ganze Artikel komplett durchzustreichen und wegen tendenziöser und sehr subjektiv-wertender Berichterstattung zurückgehen zu lassen. Ich nenne hier jetzt keine Namen, aber es sind eigentlich immer dieselben ein, zwei Leute, die da Stimmung machen.
      Ob die Bomber-Harris-Fraktion in diesem Jahr überhaupt wieder auftritt, weiß ich gar nicht. Bislang ist mir nicht bekannt geworden, dass die wieder irgend was angemeldet hätten. Es wäre aber ein wirklicher Erfolg, wenn nicht nur die Nazis langsam wegbleiben würden, sondern auch diese fragwüdigen Gäste. Genau das ist übrigens eines meiner schlagendsten Motive, für Weitsicht im Umgang mit den Rechten zu werben. Eben WEIL eine Vielzahl ausgesprochen jung ist und die Wahrscheinlichkeit, dass viele von ihnen aus dieser „Phase“ von selbst rauswachsen, ausgesprochen groß ist. Man muss ihnen einen Weg zurück offen lassen. Und das geht nur, indem man ihnen vorlebt, WAS Demokratie wirklich ist. Wenn ich diese Leute alle zu Menschen außerhalb der Gesellschaft erkläre, indem ich ihnen ihre Rechte nehme, schlage ich diese Tür zu.

      1. Es ist stark zu befürchten, dass die Leute aus der Bomber-Harris-Fraktion auch 2013 wieder das Gedenken auf dem Heidefriedhof, an der Frauenkirche oder auch während der Menschenkette diffamieren werden.

        Wenn man in der marktführenden Dresdner Zeitung deren extremistische Hass-Ideologie als »erfrischend aufmischend« und »inspirierende Publikation« bezeichnet, kommen sicher noch ein paar mehr davon.

        Man muss das mal umkehren: Würde ein Autor auch nur ein Zehntel dieses Verständnisses für die hasserfüllte rechtsextreme Ideologie zeigen, hätte man ihn schon lange aus der Redaktion gejagt.

        Du hast recht: Man muss immer eine Tür offenlassen. Ich bin ausdrücklich nur gegen die Ideologie, nicht gegen die jungen Menschen. Wer sich von der Hass-Ideologie lossagt, soll alle Möglichkeiten der Integration haben.

        1. Ja, dass sie den Heidefriedhof stören, ist zu befürchten. Ich werde ja für die DNN mal wieder vor Ort sein, wie schon in den letzten beiden Jahren. Da ist es regelmäßig eskaliert. Letztes Jahr, obgleich KEINE Nazis mit vor Ort waren, was ja stets als der Hauptaufhänger für Proteste genutzt wurde. Dieser irre Jugendpfarrer sucht einfach seinen Auftritt. Ich habe das letztes Jahr damit honoriert, dass er in nicht einem Foto auftauchte.
          Allerdings weiß ich nicht, ob es den Protestmarsch wieder geben wird, zu dem in den letzten Jahren meist am 12. Februar bis zu 1000 Linksextreme die erneute Bombardierung Dresdens und den Einriss der Frauenkirche forderten, trauernde Dresdner als „Krauts“ verspotteten, die keine Träne wert seien und noch dergleichen Menschenverachtung mehr demonstrierten. Dass derartiges angemeldet wäre, istm ir bislang nicht bekannt. Das wäre ein zweiter Erfolg, nachdem es insgesamt letztes Jahr schon recht friedlich blieb.

  3. Schön, so einen Blogpost zu lesen.

    Ich stehe aktuell – so wie Du – bei den Demos rund um den 13.2. jedesmal vor dem selben Dilemma: Einerseits widert es mich an, dass Nasen durch die Stadt marschieren dürfen. Andererseits ist das ein Recht, dass ich ihnen zubilligen muss und unterm Strich auch will. Solange es ‚denen‘ erlaubt ist, ihre Meinung durch eine Demonstration offen kund zu tun, kann auch ich dieses Recht für mich in Anspruch nehmen. Anders formuliert: wenn der Staat anfangen würde, nach grundlegender politischer Ausrichtung einer Demonstration deren Zulassungsfähigkeit zu beurteilen, wären wir wieder – je nach Lesart – irgendwo zwischen ’33 und ’89. Und das will ich einfach nicht.

    Der Staat lässt nach wie vor Demos von rechts wie die automatisch aufpoppenden Gegendemos von links zu. Und das ist gut so. Jeder der daraufhin propagiert, dass dt. Polizisten Faschisten beschützen würde, hat die Grundidee dieser Gesellschaft nicht begriffen. Selbst ein NPD-Verbot wäre ein Scheitern, solange MLPD/DKP/KomPlattformen nicht ebenfalls verboten würden – eine Gesellschaft muss auch mit an den extremen Rändern orientierten, organisierten Strukturen zurecht kommen.

    Und da kommt auch das Außenbild der Demonstrationen ins Spiel: Die Nasen haben in diesem Jahr ihre ‚Kameraden‘ aus NRW explizit ausgeladen. Die hatten damals Die Praxis angegriffen. Eine Sache, die der Idee der Nasen vom 13.2. entgegen läuft. Die versuchen, ein möglichst friedliches, ‚trauerndes‘ Bild abzuliefern. Das muss die Gegenkultur verstehen und begreifen – solange die (extreme) Linke versucht, ein ‚erlebnisorientiertes‘ Dagegen zu organisieren, wird die Außenwirkung immer „Dresden, 13.2.: Nasen marschieren, Linke randalieren“ bleiben. Das Ziel kann nur sein, wieder so einen Erfolg wie 2010 zu erzielen. Alles darüber hinaus ist und bleibt meiner Meinung nach unmenschlich, undemokratisch und einfach nur – dämlich.

    Peter

    1. Hallo Peter,

      vielen Dank für diesen ausgesprochen differenzierten Beitrag. Ich finde, du hast recht. Die Gesellschaft muss sich damit arrangieren, dass es immer einen „Rand“ geben wird, und dass eine Gesellschaft ohne Schlechtes eine Illusion ist. Aufgabe muss es sein, innerhalb der Gesellschaft Strukturen des Zusammenlebens und der gegenseitigen Achtung zu schaffen, die so wenig wie möglich Anreize schaffen, diese insgesamt abzulehnen. Ich finde die extremen Ränder sogar ausgesprochen nützlich, denn sie sind ein Gradmesser für den inneren Zustand unserer Gesellschaft. Sie werden immer parallel zur Unzufriedenheit im Volk anwachsen bzw. umgekehrt bei wachsender Zufriedenheit an Bedeutung verlieren. Sie abschaffen zu wollen ist erstens ziemlich naiv und töricht und andererseits zeigt es, dass man die Funktionsweise einer Gesellschaft nicht verstanden hat.

  4. Ich finde, Dein Text bringt es auf den Punkt. Nur weil es „gegen rechts“ ist, ist es noch nicht besser. Demokratie heißt eben nicht, die Diktatur der Mehrheit über die Minderheit, sondern jeder darf seinen Standpunkt vortragen und seine Auffassung leben, so lange er damit keine Gesetze übertritt und keinem anderen schadet. Für die praktische Umsetzung und Auslegung der Gesetze sind Exekutive und Judikative zuständig, und eben nicht die Legislative. Die Gewaltenteilung hat ihre Berechtigung, und daran sollte man tunlichst nicht rütteln.

    Dass mir das Verhalten mancher Gruppen im Einzelnen nicht gefällt, ist legitim. Solange deren Verhalten im Rahmen des Rechts liegt, kann ich aber genau _nichts_ dagegen tun. Artikel 2 Grundgesetz gilt für alle. Ich finde es z.B. sehr bedenklich, dass Rechtsradikale mit einer wirren Blut-und-Boden-Mentalität einzelne Dörfer in Mitteldeutschland faktisch übernommen haben, aber so lange das im Rahmen der Gesetze geschieht, kann man dagegen nichts tun.

    Und so lange niemand an der Macht sitzt, der daran geht, die FDGO zu beseitigen, gibt es auch kein allgemeines Widerstandsrecht. (Wobei ich persönlich der Meinung bin, dass die Struktur dieses Staates eher durch allzu freie Marktwirtschaft und eine schleichende Abschaffung sozialer Sicherungssysteme unterhöhlt wird, aber das ist ein anderes Thema.)

    1. Ein gutes Stichwort, Stefan! Dasm it den ganzen Dörfern in Mitteldeutschland, die von Nazis übernommen wurden. Wo bleiben da eigentlich die Initiativen, wo die Bündnisse xyz-Nazifrei? Ganz einfach: Dorf xyz interessiert einfach keinen. Ob in Städten wie Zossen der Großteil der Bistros und Kneipen in rechter Hand ist – egal. Denn Zossen vor den Nazis zu retten, das lockt keinen Autonomen in NRW oder Hessen hinterm Ofen vor. Da muss schon Größeres her. Gegen den „Mythos Dresden“ wird viel lieber angekämpft – ohne dabei zu merken, wie man diesem selbst erliegt. Als wäre ein Nazi-Marsch in Dresden etwas Besonderes. Längst hat auch die linke Szene die vermeintliche Symbolkraft Dresdens für sich entdeckt.

  5. Oh ja, der Mythos Dresden. Das war erst Nazi- und dann SED-Propaganda, und keiner merkts. Zerstörung der Stadt? Frag mal in Hamburg oder Köln, wie es da aussah. Bombentote? Hamburg hatte ähnlich viele Opfer (wenn man das ins Verhältnis zu den Einwohnerzahlen setzt, sieht das sowieso gleich ganz anders aus. Beispiel Pforzheim: vor dem Krieg rund 80T Einwohner, Bombentote ca. 18.000, über 80% der gesamten Stadt zerstört. Auf Dresden übertragen hieße das ca. 150.000 Tote…). Die Zerstörung Dresdens ist keineswegs so singulär, wie sie oft dargestellt wird, und die Stadt war auch nicht „strategisch unbedeutend“. Aber es ließ sich prima Politik mit der Zerstörung machen, und das wirkt bis heute nach.

    Man könnte die boshafte Theorie aufstellen, dass die Rechten, die jetzt erfolgreich aus den Städten verdrängt werden, aufs Land gehen. Das ist vergleichbar mit der Politik, die Penner aus den Innenstädten rauszukriegen – nur weil man sie nicht mehr sieht, sind sie trotzdem noch da. Nur: Penner richten wenig gesellschaftlichen Schaden an. Rechte Dörfer stellen eine Gefahr für die Gesellschaft dar. Wenn es Räume gibt, in denen der Rechtsstaat sich allmählich auflöst, weil die Politik die Orte aufgibt, entwickelt sich eine Parallelkultur – egal ob rechte oder Ausländer, die dann lieber unter sich bleiben. Und dann wundere sich bitte niemand mehr über „national befreite Zonen“ oder „Ehrenmorde“. (Disclaimer: das ist jetzt nicht ausländerfeindlich gemeint. Es ist aber eine Tatsache, dass es ethnisch bedingte Parallelgesellschaften gibt. Diese leben teilweise nach eigenen Regeln. Mir ist wurscht, wie jemand aussieht oder wo er herkommt. Das Verhalten ist der Maßstab, und „Ehrenmorde“ hat es ja bereits gegeben.)

    Dort, wo Gesellschaft und Staat versagen und Integration scheitert, wird dieses Vakuum von anderen Strukturen gefüllt, die sich einer Kontrolle entziehen. Das mag zunächst gut klingen, weil es nach Freiheit riecht. Aber wenn diese Strukturen den Rahmen des Grundgesetzes und der Rechtsordnung verlassen, wird es problematisch. Und da ist es egal, ob diese Strukturen politisch (meinetwegen rechts oder links), ethnisch oder religiös oder sonstwie bedingt sind, es führt oft dazu, dass man sich gegen andere Gruppen stark abgrenzt, notfalls auch mit Gewalt, und andere Ansichten nicht mehr gelten läßt.

    Politischer Extremismus jeglicher Couleur ist mir zuwider, da die Denkweisen allzuoft religiösem oder anderem Fanatismus ähneln und jeder glaubt, im Besitz der „Wahrheit“ zu sein, und andere davon überzeugen will – notfalls mit Gewalt.

    1. Ja, man darf aber auch eines nicht außer Acht lassen. In keiner anderen Stadt war zwar die Zahl der Todesopfer jemals derart umstritten, aber in keiner anderen wurde sie aufgrunddessen auch derart akritisch Überprüfungen unterzogen. Hat eigentlich mal jemand überprüft, wie realistisch die Opferzahlen in manch anderer Stadt sind, die in der Folge weniger Beachtung erfuhr? Die Besondersheit von Dresden liegt sicherlich nicht im Grad seiner Zerstörung, sondern in der Art und Weise wie dabei vorgegangen wurde und dass es geschah, als z.B. selbst Auschwitz längst befreit war. Sicher war Dresden kein militärisch unbedeutsames Ziel. Aber die Frage muss gestellt werden, ob es Sinn macht, ausschließlich die kulturhistorisch wertvolle Innenstadt zu bombardieren, wenn man militärische Ziele treffen will. Die Albertstadt mit all ihren militär- und rüstungsrelevanten Zielen (Heeresschule, Materialdepots, Verladebahnhöfe Industriegelände und Klotzsche, das Industriegelände selbst mit zahlreichen Betrieben usw. etwa wurde am 13./14. Februar so gut wie gar nicht angegriffen und blieb bis zum Ende des Krieges nahezu unversehrt. Und nicht zuletzt Winston Churchill selbst hat ja eingeräumt, dass die Operation Donnerschlag den Zivilisten galt, sie wollte man damit treffen. Vielleicht ist DAS das Besondere an Dresden, wenn es so etwas überhaupt gibt. Aber ich bin der Auffassung, dass es beim Gedenken nicht um irgendetwas „Besonderes“ geht, sondern einzig darum, zu erinnern, zu mahnen und derer zu gedenken, die unschuldig Opfer dieses Angriffes wurden beileibe nicht alle Dresdner), der in seinem Ausmaß – wie im Übrigen Pforzheim und alle weiteren verheerenden Luftangriffe auf deutsche Städte kurz vor dem Kriegsende auch, die vornehmlich die Zivilbevölkerung zum Ziel hatten – völkerrechtlich nicht zu rechtfertigen war, wie so vieles in diesem unmenschlichen Krieg.

      1. Außer dem Opfermythos gibt es nichts Besonderes an Dresden. Vielleicht noch die Tatsache, dass viele Flüchtlinge vor Ort waren aber das war in Hamburg bestimmt auch so.
        Krieg ist Scheiße und die Bombardierung war unnötig, sicher auch ein Kriegsverbrechen. Dass die Dresdner der Zerstörung ihrer Stadt gedenken, ist normal und völlig nachvollziehbar. That’s it.

        1. Für jeden Dresdner ist das Besondere an Dresden, dass es SEINE Stadt ist. Und wenn das Gedenken für dich völlig nachvollziehbar ist, wo ist denn dann das Problem? Jeder, der gedenken will, sollte das auch können. Dazu gehören nun mal auch die Nazis. Man sollte denen zeigen, dass man deren revisionistische Ansichten nicht toleriert, aber die bloße Absicht, zu gedenken, zu demonstrieren, hat man zu tolerieren. Eines geht also nur: sich mit dem Bündnis Nazifrei und somit mit Blockaden gemein machen (die notfalls auch mit Gewalt gegen Auflösungsversuche der Polizei durchgesetzt werden) oder aber ein Demokrat sein wollen und sich auf friedlichen Protest beschränken, der nicht zum Ziel hat, deren verdammten Marsch zu verkürzen oder gar ganz zu verhindern. Für die Rechten ist das nämlich regelmäßig der beste „Beweis“ dafür, dass man die Demokratie in der Pfeife rauchen kann. So was fördere ich als Demokrat nicht auch noch.

  6. Richtig, letztlich geht es um das Erinnern. Dresden ist aufgrund der Propaganda zum Synonym für sinnlose Zerstörungen geworden, und deswegen in seiner Bedeutung überhöht.

    Die Angriffe waren damals schon völkerrechtlich fragwürdig. Das militärische Ziel war die Demoralisierung der Bevölkerung, in der Hoffnung, dadurch den Krieg schneller zu beenden – hat nicht funktioniert. Die Bombardierungen zielten ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch auf die Innenstädte und ließen militärische Anlagen und Infrastruktur in der Spätphase der Bombardierungen aus. Das geschah wohl bewußt, denn die Informationen über die Ziele waren ja teils sehr genau. Das läßt sich noch fast bis Kriegsende beobachten. Auch hier nimmt Dresden keine Sonderstellung ein. (Ich kenne das Beispiel Hildesheim aus eigener Anschauung sehr gut – Zerstörung am 22. März 45, nur die Innenstadt mit einer Vielzahl historischer Bauten wurde bombardiert, die Kasernen blieben unversehrt. Gut, da gab es „nur“ 1000 Tote, aber so eine Rechnung ist m.E. nicht sinnvoll.)

  7. Schlimmstenfalls geht eben mal ein Stück demokratischer Rechtsstaat kaputt, das passiert ja immer mal. Vielleicht ist es ja diesmal das Teil am Hindukusch, das flicken die sich dort schon wieder.

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